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Sensorische
integration

Das Prinzip

Eine erfolgreiche Sprachentwicklung beginnt nicht nur im Mund – sie beginnt im ganzen Körper. Damit Kinder Sprache verstehen, verarbeiten und selbst produzieren können, müssen Informationen aus allen Sinnessystemen gut zusammenarbeiten. Genau hier setzt die sensorische Integration an.

Unter sensorischer Integration versteht man die Fähigkeit des Gehirns, Sinnesreize – etwa aus dem Gleichgewichtssystem, der Körperwahrnehmung, dem Tastsinn sowie aus Hören und Sehen – aufzunehmen, zu ordnen und miteinander zu verknüpfen. Wenn diese Prozesse harmonisch ablaufen, gelingt es Kindern, aufmerksam zu sein, Bewegungen zu koordinieren, sich zu konzentrieren und sprachlich aktiv zu werden.

Die Therapie

In der logopädischen Arbeit integrieren wir Elemente der sensorischen Integration, um die Wahrnehmung, Selbstregulation und Aufmerksamkeit des Kindes zu stärken. Dazu gehören z. B.:

  • Bewegungs- und Gleichgewichtsangebote
  • Übungen zur Verbesserung der Körperwahrnehmung und Motorik
  • taktile Reize zur Förderung der Mund- und Körpersensibilität
  • spielerische Materialien, die mehrere Sinne gleichzeitig ansprechen

Durch diese ganzheitliche Herangehensweise fällt es Kindern leichter, sich zu konzentrieren, sprachliche Aufgaben zu bewältigen und neue Fähigkeiten nachhaltig zu verankern.

 

SI – für wen und warum?

Hier finden Sie eine Zusammenfassung, für wen diese Therapie geeignet ist und wann sie Anwendung findet.

Ziel der Therapie

Eine gut verarbeitete Sinneswahrnehmung bildet die Grundlage für:

  • Aufmerksamkeit und Lernfähigkeit
  • Sprachverstehen und Sprachproduktion
  • Handlungsplanung und Kommunikation

Durch SI-Angebote können Kinder besser zur Ruhe kommen oder aktiviert werden, was logopädische Therapie nachhaltiger und erfolgreicher macht.

Patienten, die von der Methode profitieren

  • Säuglinge
  • Kinder
  • Schulkinder

Anwendung von SI in der Logopädie bei

  • Sprachentwicklungsstörungen, bei denen zusätzlich Auffälligkeiten in der Wahrnehmungsverarbeitung bestehen
  • Aufmerksamkeits- und Konzentrationsproblemen, z. B. bei AD(H)S
  • Störungen der sensorischen Verarbeitung, z. B. Über- oder Unterempfindlichkeit gegenüber Reizen
  • Entwicklungsverzögerungen, insbesondere im Bereich Wahrnehmung, Motorik und Sprache
  • Autismus-Spektrum-Störungen, zur Unterstützung von Wahrnehmung, Selbstregulation und Kommunikation
  • orofazialen Auffälligkeiten (z. B. Mundsensibilität, Ess- und Trinkprobleme)
  • Kindern mit eingeschränkter Selbstregulation, die schnell über- oder unterfordert sind